#

Echoed

preview

Name des Filmteams:
Franziska Kabutke

Fertigstellung:
Dezember 2016

Filmlänge:
5:23 Minuten

Genre:
Spielfilm

Internet:
vimeo.com/franziskakabutke

Kurze Beschreibung des Inhalts:

Vor ein paar Monaten hat Marlen ihren Freund Daniel bei einem Autounfall verloren. Es fällt ihr schwer, dies zu begreifen.

29. Mittelfränkisches Jugendfilmfestival 2017 - 2. Preis in der Kategorie PROFESSIONAL

Laudatio: Zwei, drei Takte Musik. Zwei, drei kurze Schwarzblenden. Ein Knall und zwei tränenglänzende Augen. Mehr braucht es zu Beginn von „ECHOED“ nicht um zu wissen, was der Film von Franziska Kabutke thematisiert. – Trauer, Verlust und der Umgang damit.
Wir sehen eine junge Frau, die den Unfalltod ihres Freundes zu überwinden versucht.
In sorgsam kadrierten Bildern und immer am Blicken der Hauptdarstellerin entlang führt uns die Kamera sehr aufmerksam in die Gefühlswelt der Trauernden ein. Durch die geräuschlose Szenerie wirkt sie so in ihrer Trauer verhaftet als wäre die Zeit für immer zum Stillstand gekommen und nur die energische Aufforderung zu einem unbeschwerten Tanzabend bringt sie zurück in den offensichtlich normalen Alltag. Durch die eindringliche Mimik und das sehr authentische Schauspiel von Corinna Ketter bekommen die  Zuschauer die Trauer so eindringlich vermittelt, dass Anteilnahme und Mitgefühl so selbstverständlich werden, als wären sie unmittelbar beteiligt.
Überfordert von den hektischen und bewusst belanglos dargestellten Eindrücken im Tanzclub flüchtet sich die junge Frau in einen Tagtraum. Die unbeschwerte und romantische Szene die in  einem schönen Waldstück spielt, fällt nicht nur durch die passend gewählte, spätsommerliche Lichtstimmung auf. Auch der Einsatz von dezenter Slowmotion in Verbindung mit dem Titelsong, weder übertrieben kitschig noch aufdringlich, besticht. Das gesamte Arrangement der Szenerie entwickelt und erhält so einen überzeugenden und deutlichen Kontrast zur wummernd, dröhnenden Club-Wirklichkeit und die kurze Flucht dorthin in den Wald wird nur allzu verständlich.
Doch so wie jeder Tagtraum endet auch dieser und das abrupt.
Ob durch die ausgezeichnete Kameraführung, die perfekt abgestimmte Tonmischung, die gut überlegte Montage oder das überzeugende Schauspiel. Dieser kurze Film beeindruckt, macht betroffen und lässt uns mitfühlen. – Die Jury gratuliert zum zweiten Preis in der Kategorie PROFESSIONAL.

 

Zurück