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Geh ma hoam

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Name des Filmteams:
P-Seminar "Heimatfilm" JBG Türkheim

Fertigstellung:
2017

Filmlänge:
31 Minuten

Genre:
Dokumentarfilm

Internet:
www.thesimsn.com

Kurze Beschreibung des Inhalts:

Was bedeutet für jeden Einzelnen Heimat. Dieser Frage gehen die Schülerinnen und Schüler des Joseph-Bernhart-Gymnasiums Türkheim mit ihrem Film „Geh ma hoam", der im Rahmen des P-Seminars entstanden ist, auf den Grund. Als Leitfaden für den Film dient ein Fragenkatalog von Max Frisch.

Schwäbisches Kinder & Jugend Filmfetsival 2017 | Hauptpreis

Laudatio:
Die Schüler/innen haben eine immense Recherchearbeit geleistet und es ist ihnen gelungen für alle Fragestellungen geeignete Menschen und ihre Geschichten ausfindig zu machen, die dem Film erst Leben einhauchen. In der Diskussion zeigte sich die Jury beeindruckt von den offenen und sehr persönlichen Bekenntnissen. Für die einen ist Heimat ein bestimmter Ort, wo man sich geborgen fühlt, wo Menschen da sind, die einen willkommen heißen, für die anderen ist es der Dialekt, den man spricht oder bestimmte Gerichte. Ein junges Mädchen lässt bei einem Auslandsaufenthalt erkennen, dass Heimat einen psychologischen Bezug für die Strukturierung in Heimat und Nicht- Heimat aufzeigt. Denn die Welt zu erkunden, Erfahrung zu sammeln, vieles neu zu entdecken, ersetzt nicht das Gefühl mit zu Hause verbunden zu sein.


Der Film ist immer dann am besten, wenn es ihm gelingt mit Bildern zu erzählen. Zahlreiche Beispiele aus dem Vereinsleben zeigen, welche gesellschaftliche und soziale Bedeutung Heimatverbundenheit gerade für junge Menschen hat. Brauchtum- und Traditionspflege, gleiche Interessen, Freundschaft und Zusammengehörigkeit wirken identitätsstiftend, machen richtig Spaß und geben Sicherheit. Der Film stellt auch Menschen vor, die Heimat an persönlichen Bindungen, an Kontakten, an Kindheitserlebnissen, an der Geschichte eines Dorfes oder auch an der Selbstgestaltung ausrichten, indem man selbst kreativ ist und sich wohlfühlt.

Die ausgewählten Musikstücke erzeugen immer wieder neue berührende Atmosphären zur Heimat. Etwa bei umweltbezogenen Faktoren wie Filmbildern von Bergen und Seen oder bei persönlichen Einflussfaktoren, wie beim Nachdenken über Familie, Nachbarschaft und Freundschaft oder einfach beim abrocken mit der Band „remedy".

Die wichtige Botschaft auf die eingangs gestellte Frage wird durch das abschließende Interview vermittelt: Es gibt so viele Blickwinkel, jeder Mensch hat seine eigene Definition von dem Begriff Heimat, Heimat lässt niemanden kalt.

Geh ma hoam ist ein aufwändiger Dokumentarfilm, der in Zeiten von Globalisierung, wachsender Mobilität und Urbanisierung immens wichtig für unsere Zeit ist. Der Film porträtiert Menschen und zeigt das, was sie über alles lieben: ihre Heimat.

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