Preisträger*innen 2019


Kinderfilmpreis

Die geheimnisvolle Uhr

Kinderkino München e.V. / Medienwirkstatt

 

Ein wilder Wolf, ein leerer Akku und eine Reise durch die Zeit. Zwei Kinder entdecken die Welt von Mutter und Großvater, reisen in die Vergangenheit und verändern deren Geschichte.

Die meisten von uns haben vermutlich schon einmal von einer Zeitreise geträumt. Und dass eine Reise in die Vergangenheit nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft verändern kann, davon erzählt dieser fantasievolle Film.

Das Besondere an diesem Scherenschnitt-Trickfilm ist aber vor allem, dass nicht nur in der Geschichte, sondern auch bei der Entstehung mehrere Generationen eine Rolle spielen: DIE GEHEIMNISVOLLE Uhr wurde gemeinsam ausgedacht, gestaltet, animiert und vertont von sechs Kindern zwischen 8 und 10 Jahren, einer Mutter und zwei Großmüttern.

Dass der kreative Prozess – die Dreharbeiten – allen großen Spaß gemacht hat und dass vor allem auch jede Generation Ideen ihrer je eigenen Erfahrungs- und Erlebniswelt in die Geschichte eingebracht hat, das merkt man dem Film an, und das macht ihn – neben den schönen Scherenschnitten und der tollen Vertonung – zu einem überaus gelungenen und preiswürdigen Film.

 

 


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Die geheimnisvolle Uhr

2018 | Kinderkino München e.V. / Medienwirkstatt | 4 Min | Animationsfilm

Scherenschnitt-Trickfilm. Ein wilder Wolf, ein leerer Akku und eine Reise durch die Zeit. Zwei Kinder entdecken die Welt von Mutter und Großvater und...

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PREIS KATEGORIE 2: 12 - 16 JAHRE

Wir müssen reden

Neo Kurz & Jasper Bühler

 

Ein Mädchen und ein Junge begegnen sich durch Zufall im Internet, beginnen zu chatten und sich kennenzulernen und wollen sich schließlich persönlich treffen. Die Vorfreude und die Erwartungen sind groß, der Tag ist akribisch geplant – es soll perfekt werden. Durch ruhige, technisch gelungene Einstellungen und insbesondere glaubwürdige Dialoge zeigt der Film eindrucksvoll die zaghafte Liebesgeschichte der beiden Figuren. Am Ende kommt es anders als erwartet: Statt richtiger, echter Gespräche, gelingt den beiden Protagonisten zunächst nur belangloser Small Talk. Die beiden kehren fürs Erste bewusst zur Chat-Unterhaltung übers Smartphone zurück und schließlich folgt eine Umarmung und kein Kuss. Nicht zuletzt diese beiden dramaturgischen Entscheidungen am Ende machen den Film so authentisch und ehrlich. Durch schöne Bilder, Aufnahmen mittels Drohne, Splitscreen, die Einblendungen der Chatnachtrichten und passende, sparsam eingesetzte Musik beeindruckt der Film auch handwerklich. Die jungen Filmemacher erschaffen so ein stimmungsvolles Gesamtwerk, welches die Jury nachhaltig überzeugt hat. Herzlichen Glückwunsch zu diesem gelungenen Film!


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wir müssen reden

2017 | Neo Kurz & Jasper Bühler | 12 Min | Spielfilm

Ein Mädchen. Ein Junge. Sie lernen sich im Netz kennen, schreiben Nachrichten, reden, schauen sich an, verlieben sich – im echten Leben aber begegnen...

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PREIS KATEGORIE 3+4: 17 – 26 JAHRE

Tote Fische

FINE Filmproduktion

 

Dieser berührende Kurzspielfilm erzählt eine Geschichte von Freundschaft, Liebe, Leben, Krankheit und Tod, von hetero- und homogenen Beziehungen, Begegnungen und vom Verlassenwerden.

Dieser ersten größeren Produktion des Filmteams der „FINE Filmproduktion“, bestehend aus 15 Personen zwischen 16 und 20 Jahren, merkt man die einjährige Entwicklung des Drehbuchs an und auch, dass sie sich viel Zeit genommen haben, die unterschiedlichen Eigenarten, Mentalitäten und Perspektiven der Darsteller*innen gemeinsam zu entwickeln.

Einfühlsam und intensiv erleben wir den mächtigen und ohnmächtigen Umgang der Protagonist*innen vor und nach dem Suizid eines geliebten Menschen. Ein Coming of Age vor und nach der Trauer und Traurigkeit.

Wenn auch auf der Ton- und Dialogebene ab und zu etwas holprig und redundant, so sind insbesondere die schauspielerischen Leistungen und die herausgearbeiteten Charaktere beeindruckend, unterstützt von sehr guter Arbeit von Kamera, Licht und Schnitt und der extra komponierten Musik.

Chapeau und vielen Dank, dass wir diesen Film sehen durften. Und bitte: macht weiter.


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Tote Fische

2018 | FINE Filmproduktion | 25 Min | Spielfilm

Ben, Raphael und Anna genießen ihre Sommerferien. Als Ben an einem Aneurysma stirbt, wird die Freundschaft von Anna und Raphael auf die Probe...

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PREIS KATEGORIE 3+4: 17 – 26 JAHRE

Noise

zugdirekt

 

Logbucheintrag vom 20. Dezember. Nico, ein Eigenbrötler vom Planeten Erde, sitzt im verschneiten Wald an seiner selbst gebauten Empfangsstation und horcht ins Weltall. Doch statt der erhofften Signale von außerirdischem Leben, empfängt er nur das Störgeräusch eines Handys. Hinter dem Handy verbirgt sich aber ein Mädchen und die beiden kommen ins Gespräch…

„Noise“ von Amon Ritz ist ein leiser und fein erzählter Film, der uns zeigt, wie schwer das manchmal ist mit der „Kommunikation“ - nicht nur mit technischen Geräten, sondern auch zwischen Menschen. Der Film traut sich unaufgeregt den Protagonisten zuzusehen und überzeugt dabei durch gute Schauspieler und sensible Führung. Dem elektronischen Soundtrack gelingt durch das scheinbare Vermischen von Funksignalen mit Melodien der fliesende Übergang zum Sounddesign. Auch ästhetisch zeugt das Zusammenspiel von Bildgestaltung, Kostüm, Grading und der mühevoll gebastelten Empfangsstation von einer großen Stilsicherheit der Filmemacher.

Und selbst wenn wir nicht wissen, wie es ausgeht, so haben die beiden Protagonisten doch etwas voneinander gelernt. Das Mädchen verbringt zum ersten Mal einen Tag im gefürchteten Flugmodus und merkt, dass man auch ohne online zu sein, Signale von Mitmenschen empfangen kann und sich das vielleicht gar nicht so schlecht anfühlt. Und der schüchterne Nico lernt von ihr, dass man vielleicht manchmal auch einfach senden muss, statt nur zu empfangen.

 

 


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NOISE

2018 | zugdirekt | 8 Min | Spielfilm

Logbucheintrag vom 20. Dezember: "Ich war heute wieder 5 Stunden an der Empfangsstation. Wieder nur Rauschen empfangen. Wie immer. Keine...

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PREIS KATEGORIE 5: MEDIENHOCHSCHULE/ junge Professionelle

FAME

Lene Pottgießer und Christian Hödl

 

Ferdi zieht sich in einem Fernsehstudio für ein Modelcasting Frauenkleider an und läuft auf die Showmasterin zu: "Also wenn er jetzt hierher gekommen wäre und hätte ausgesehen wie 'ne Frau, dann hätte ich gesagt 'Wow! Toller Walk!'" Doch Ferdi sieht weder aus, wie eine Frau, noch wie ein Mann.
Der Film "Fame" geht feinfühlig und sensibel mit gesellschaftlichen Zwängen, Identitätsfindung und Selbstoptimierungsdruck um und zeichnet seine Charaktere mit großer Liebe. Ohne mit der Moralkeule um sich zu schwingen und der Zuschauerin/dem Zuschauer aufzwängen zu wollen, wie man zu denken hat, schafft es der Film, dass man beim Betrachten die Leinwand anschreien möchte vor Wut und Frustration darüber, welche Gemeinheiten und Häme Ferdi widerfahren. Ausgenutzt von den Medien, unverstanden in der Heimat, verunsichert von Schönheitsidealen und in ein klar zuteilendes, binäres Geschlechterbild gepresst, sehen wir mit Ferdi und seiner Freundin Tschacki zwei unglaublich authentische Charaktere, die es nicht schaffen aus ihrem Gefängnis auszubrechen. Der Film lässt uns fühlen, dass die Beiden mehr sind als das, was uns die Oberflächlichkeit der Medien zeigt und das ist auch seine größte Stärke.
Lene Pottgießer und Christian Hödl gelingt mit "Fame" eine persönliche Geschichte, die sehr emotional, reflektiert und lebensnah für Gender und Geschlechterrollen sensibilisiert. Famos!


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FAME

2018 | Lene Pottgießer und Christian Hödl | 30 Min | Spielfilm

Ferdi und Tschacki, aufgewachsen in der Tristesse des bayerischen Hinterlandes, teilen den Traum, als Models die Laufstege der Welt zu erobern. Ihr...

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Publikumspreis

Aussichten

Lucas Lemnitzer

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Der Liebling des Publikums.


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Aussichten

2018 | Lucas Lemnitzer | 17 Min | Spielfilm

Frank und Martin, beide sterbenskrank, lernen sich in einem Krankenhauszimmer kennen. Als Martin seinem neuen Mitbewohner aufgeregt erzählt, was er...

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BESONDERE ANERKENNUNG

Kinderrechteanwaltskammer

Hort Plinganser Schule

 

Eine lobende Erwähnung der Jury geht an die 15 engagierten Kinder des Horts an der Plinganserstraße für ihren Film zum Thema Kinderrechte. Ihr habt euch dieses Gebiet aus eurer Kinderkonferenz ausgesucht und hier Referate, die ihr für die Schule erstellt habt, übermütig, energievoll und sehr lebendig beispielhaft dargestellt.

Sehr gut gefallen hat der Jury, wie ihr in kurzen Spielszenen z.B. die Rechte auf Bildung oder Gleichbehandlung dargestellt habt. Besonders toll fanden wir, wie ihr in die Rolle von Fachfrauen geschlüpft seid, die die Themen - wie in einer Fernsehshow - nochmal veranschaulicht haben. Das war hilfreich erklärend und so humorvoll gespielt, so dass sicher auch andere Kinder Lust darauf bekommen, sich mit den Kinderrechten zu beschäftigen.

Wir freuen uns schon auf euren nächsten Film im kommenden Jahr.


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Kinderrechteanwaltskammer

2018 | Hort Plinganser Schule | 6 Min | Spielfilm

Weltweit festgeschrieben sind die Kinderrechte in der UN-Kinderrechtskonvention. Endlich werden sie uns von Kindern genauer erklärt.---Besondere...

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BESONDERE ANERKENNUNG

Leben oder Liebe

Jumper

 

LEBEN oder LIEBE? Die Frage, die wir uns alle schon einmal gestellt haben, behandelt ein Film, der den Zuschauer spüren lässt, dass die FilmeMacherinnen und Macher bei diesem, ihrem ersten Projekt, schon einen eigenen Stil entwickelt haben. Die Jury durfte hier einen liebevoll und mit großer Lust inszenierten Film sehen und war danach überzeugt, dass wichtige Themen wie Bleiben oder Gehen, Liebe und lesbische Liebe, eingerahmt in eine Growing of Age-Geschichte, mit selbst komponierter Musik, eine große Anerkennung verdient.


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Leben oder Liebe

2018 | Jumper | 26 Min | Spielfilm

Auf dem Weg zum musikalischen Erfolg muss sich die 17-Jährige Maschana zwischen ihrer großen Liebe und der Karriere entscheiden. Dabei stößt sie immer...

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BESONDERE ANERKENNUNG

Behind The Scene

film_larrys

 

In BEHIND THE SCENE nimmt das Filmteam ein Filmteam, also sich selbst, auf die Schippe und bringt den Zuschauer zum Lachen. Die Jury findet den eigenen Stil in der Inszenierung, gutes Schauspiel und die schrägen Ideen anerkennenswert.


Behind the scene

2018 | film_larrys | 12 Min | Spielfilm

Eine Jugendfilmgruppe versucht vergeblich die entscheidende Filmszene ihres Trashfilms in den Kasten zu bekommen. ---Besondere Anerkennung |...

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BESONDERE ANERKENNUNG

"Hannes hatte ein rotes Shirt an"

Emil Silvester Ahlhelm in Zusammenarbeit mit Daltings

 

Wer kennt das nicht: Man hört die Mailbox ab und im Kopf läuft ein Film los. Was da am anderen Ende gerade passiert, wie es da gerade wohl aussieht? Emil Silvester Ahlhelm und sein Team haben dieses Kopfkino kurzerhand umgesetzt und alte Anrufbeantworter-Aufnahmen aus dem Jahr 1989 teils ernsthaft, teils witzig trashig in Szene gesetzt. „Hannes hatte ein rotes Shirt an“ ist ein frecher, amüsanter Experimentalfilm, dem man den Spaß der Filmemacher dahinter ansieht.


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"Hannes hatte ein rotes Shirt an."

2018 | Emil Silvester Ahlhelm in Zusammenarbeit mit Daltings | 6 Min | Sonstiges

Das AB-Tape war da. Es erzählt Geschichten, intensive Geschichten. Der Rahmen ist jedes Mal derselbe, jedes Mal hört man bloß die Audiospur einer...

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BESONDERE ANERKENNUNG

FORMEN

FORMEN

 

FORMEN ist ein experimentelles Porträt eines Körperteils, der sich meist unter der Kleidung versteckt: der Rücken. Gemeinhin soll er gerade sein. Von nicht geraden, eben gerade nicht perfekten Rücken, von Krankheit, Narben, Verformungen und dem Umgang damit, erzählen die Protagonist*innen im Film. Sehr behutsam und in ästhetischen Schwarzweißbildern zeigt die Kamera Körper als Landschaften. Dass das so überaus gelungen ist, das ist die Stärke dieses Films und seiner sensiblen Bildsprache.


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FORMEN

2018 | FORMEN | 11 Min | Dokumentarfilm

Der Rücken als Schönheitsideal muss gerade sein - er zeigt Stärke. Er ist zudem unser größtes Körperteil und unersetzlich. Unser Rücken ermöglicht das...

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