Nachtlos

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Name des Filmteams:
Sophie Linnenbaum

Fertigstellung:
2012

Filmlänge:
30 Minuten

Genre:
Spielfilm

Kurze Beschreibung des Inhalts:

Stell dir vor, alle sind gekündigt - und keiner geht...


25. Mittelfränkisches Jugendfilmfestival 2013 - Jugendfilmpreis

Laudatio: "Stellen Sie sich vor, Sie gehen wie gewohnt ihrer alltäglichen Arbeit nach. Und plötzlich existiert ihre Firma nicht mehr. Alles scheint auf einmal völlig hoffnungslos zu sein und sie können nichts dagegen unternehmen. Es ist wie in einem schlechten Traum, nur dass der Traum wahr ist.
Gerade im Zeitalter der vielen Krisen, sei es nun Finanz- oder Wirtschaft-, die Unsicherheit über den Euro oder die Tatsache, dass der Papst zurückgetreten ist, sind wir nicht vor solchen, unvorhersehbaren Ereignissen geschützt. Der plötzliche Verlust seines Arbeitsplatzes kann für einen Menschen eine ähnliche Lebenskrise auslösen, wie der Verlust einer geliebten Person.
Sophie Linnenbaum improvisiert mit ihren Schauspielern auf der Basis eines Drehgerüsts mit vorgebenden Charakteren. Dabei steht die Frage, wie es sich wohl anfühlt nach einem langen Beschäftigungsverhältnis plötzlich gekündigt zu werden, im Zentrum. Der Film „Nachtlos“ lebt von seinen sehr unterschiedlichen Charakteren.
Anhand der Figuren lassen sich die verschiedenen Trauerphasen erkennen. Von Nicht-wahrhaben-wollen über aufbrechende Emotionen, sich suchen und sich trennen bis hin zum neuen Selbst- und Weltbezug. Der Zuschauer wird von den verschiedenen Phasen mitgerissen, die sich auf so unterschiedliche Weise äußern. Die schnellen Kameraschwenks, die unruhigen Bilder und das perfekte Zusammenspiel von Ton, Musik und Bild geben den Zuschauern das Gefühl, Teil des Films zu sein.
Und auch heuer hat es Sophie Linnenbaum erneut geschafft die Jury des mittelfränkischen Jugendfilmfestivals davon zu überzeugen, dass ihr Film einen Preis verdient hat.
„Nachtlos“ von Sophie Linnenbaum hat diesen 1. Preis wirklich verdient. Ihr Film ist handwerklich wie inhaltlich sehr gut umgesetzt. Das Experiment, die Schauspieler die Dialoge spontan entwickeln zu lassen, ist vollständig aufgegangen. Wir wünschen ihr weiterhin so gute Filmideen und viel Erfolg für die Zukunft."

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