Preisträger 2017

 

 


Kinderfilmpreis

Das verrückte Mädchen und die gestohlene Tasche

Filmteam der Jugendkunstschule iz art


„Das verrückte Mädchen und die gestohlene Tasche“ ist ein witziger Krimi, der uns durch seine geschlossene Form, die bemerkenswerte schauspielerische Leistung und das sichtbare Engagement aller Beteiligten überzeugte. Die Geschichte ist wunderbar schräg, die einzelnen Szenen und Dialoge sehr schön ausgedacht und toll gespielt, angefangen beim spießigen Ehepaar im Hausflur über die etwas schusselige Einbrecherbande, die die Tasche für die Beute vergessen hat bis zur Verzweiflung der Erbin wegen des Verlusts des Schmucks. Ganz wunderbar auch die Pinkelszene im Park. Dass es dem Mädchen am Ende dann nur um die alte Tasche geht, zeigt, dass sie zwar nach den Maßstäben der meisten Leute schon ein bisschen verrückt, aber sehr sympathisch ist. Bei den Kostümen und Requisiten habt ihr eine gute Auswahl getroffen, sie unterstreichen die slapstickartige Handlung sehr gut. Auch die Filmmusik mit Klavier, Glockenspiel und Synthesizer passt sehr gut zu dieser Geschichte. Toll gemacht: Kristin, Arne, Moritz, Seby, Anais, Natan, Katja, Vincent, Ann-Sophie, Tizia und Nica!


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Das verrückte Mädchen und die gestohlene Tasche

2016 | Filmteam der Jugendkunstschule iz art | 6 Min | Spielfilm

Ein von Generation zu Generation vererbter Juwel wird von dreisten Dieben gestohlen. Doch so schlau wie sie denken sind die Verbrecher ganz und gar...

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Preis Kategorie 2: 12 - 16 Jahre

Das (Bildungs)system

MovieJam Studios

Das Genre Dokumentation ist bei Jugendfilmfestivals nicht allzu oft vertreten aber, wie sich an der Produktion „Das (Bildungs)system“ zeigt, durchaus preiswürdig. Diese beschäftigt sich mit unserem Schulsystem und tut das mit einer bewundernswerten Radikalität aus der Sicht der Schüler. Mit gut recherchierten Fakten legen die Macher den Finger in die Wunde eines Systems, das sich seit vielen Jahren kaum weiterentwickelt hat. Sie weichen dabei auch von der reinen Lehre des Dokumentarfilms ab und vertiefen manche Aspekte mit Spielszenen. Dies ist durchaus legitim und steht in einer guten Tradition des modernen Dokumentarfilms. Die gewählten Interviewpartner entlarven sich durch ihre Ignoranz, die Wirklichkeit zur Kenntnis zu nehmen. Man spürt deutlich, dass den Schülern Schule und Bildung wichtig sind, sie es aber leid sind, kein Gehör für ihre Anregungen und Kritik zu finden. Man sollte die Meinungen der Schüler in der Bildungsdebatte ernst nehmen und mit ihnen gemeinsam die Bildungslandschaft verändern. Welche Expertise hierfür bei Schülerinnen und Schülern vorhanden ist, zeigt der Film eindrücklich. Ein immer aktuelles Thema leidenschaftlich und filmisch sehr ansprechend umgesetzt. Dafür hat die Produktion „Das (Bildungs)system“ einen Preis beim Jugendfilmfestival flimmern & rauschen verdient.


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Das (Bildungs)system

2016 | MovieJam Studios | 37 Min | Dokumentarfilm

Über das deutsche Bildungssystem wird viel gejammert. Nun zeigen die eigentlich Leidtragenden in einem Film die Probleme, denen Schülerinnen Tag...

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Preis Kategorie 3: 17 – 21 Jahre

RUBY

#zugdirekt

 

Der Außenseiterin Ruby sind „Computer lieber als Menschen“. Sie mag ihr Dasein als Nerd und dass sie von allen in Ruhe gelassen wird. Als sie die Gelegenheit bekommt, sich in die Handys ihrer Mitschüler einzuhacken, nutzt sie das gnadenlos aus und bringt Beziehungen und Freundschaften total durcheinander. Der unter Leitung von Amon Ritz von 17 Schülerinnen und Schülern des Albert-Einstein-Gymnasiums in eigenverantwortlicher Arbeit entstandene Kurzspielfilm RUBY zeichnet ein facettenreiches Bild eines Mädchens, das sich an ihr Außenseiterdasein gewöhnt hat und nun plötzlich das Leben anderer bestimmen kann. Bewusst wird dabei nicht die Moralkeule geschwungen. Dank der tollen und sehr eigenen Bildsprache, der guten Darsteller und nicht zuletzt der passenden Musik ist RUBY ein überaus gelungener Film, der einen Preis mehr als verdient hat.


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Ruby

2016 | #zugdirekt | 7 Min | Spielfilm

Ruby, Außenseiterin und Technikgenie, hat den Hang dazu, ihre Nase in Angelegenheiten zu stecken, die sie nichts angehen. Als ihr ein Mitschüler sein...

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Preis Kategorie 4: 22 – 26 Jahre

Der Teufel trägt Fucci
Auszubildende des Bayerischen Rundfunks


Peter Lichteneber führt als mittelloser Student mit Esprit durch eine über dreiminütige Plansequenz ohne Schnitte, immer auf der Suche nach dem nötigen Zaster für seine wohlstandsverwahrloste Freundin. Dabei werden sowohl bekannte, als auch neuere Ideen und Laster durchprobiert, aber am Ende muss der böse Materialismus natürlich scheitern. Der Preis der Jury geht an ein ironisch überzeichnetes und technisch einwandfreies Low- Budget-Juwel über die gefühlt älteste Sorge der Menschheit.


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Der Teufel trägt Fucci

2016 | Philipp Güttinger und Auszubildende des Bayerischen Rundfunks | 4 Min | Spielfilm

Als Student hat man wenig Probleme, wenig Verantwortung und wenig Geld. Letzteres stellt für Jan Fischer allerdings dann doch ein Problem...

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Preis Kategorie Medienhochschule

In Our Country

Louisa Wagener & Saskia Hahn


Der junge Flüchtling Teklebrhan tritt ehrgeizig einem dörflichen Fußballverein bei, wo er von den Vereinskameraden nur widerwillig ins Team aufgenommen wird. Sein großer Traum, erfolgreicher Fußballspieler zu werden, gerät schnell ins Wanken, als ihn mehr und mehr die Schuldgefühle durch den Tod seines Bruders einholen. „In Our Country“ von Louisa Wagener und Saskia Hahn ist ein Film mit einem relevanten und weiterhin aktuellen Thema. Der Film greift die alltäglichen Fragen und Probleme der Flüchtlingsdebatte auf ohne in Stereotypen zu verfallen bzw. genau diese aufzubrechen. Besonders gefallen hat der Jury, dass es den Machern gelingt trotz der zähen Thematik nie die Emotionen der Charaktere außer Acht zu lassen und stets Menschlichkeit zu zeigen. Der Film wurde technisch einwandfrei umgesetzt und begeisterte uns auch mit seinem gut gecasteten Ensemble. Ein rundum professionelles Meisterwerk mit wichtiger Botschaft, die wir nicht zu oft sehen können.

 

 


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In Our Country

2016 | Louisa Wagener, Saskia Hahn | 30 Min | Spielfilm

Der neunzehnjährige Flüchtling Teklebrhan tritt einem dörflichen Fußballverein in Bayern bei, mit dem Ziel, der nächste Boateng zu werden um seiner...

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Publikumspreis

FUCK WHITE TEARS

Annelie Boros


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FUCK WHITE TEARS

2016 | Annelie Boros | 26 Min | Dokumentarfilm

Dieser Film stellt sich die Frage, zu welchen radikalen Mitteln man greifen darf, um seine Ziele durchzusetzen. Wie kann Dekolonisierung gelingen in...

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Besondere Anerkennung

Das war nämlich so...

Klasse 2g der Grundschule an der Ostpreußenstraße

 

Die 24 Schülerinnen und Schüler der Klasse 2g der Grundschule an der Ostpreußenstraße haben mit viel Spaß und Spielfreude den Film „Das war nämlich so..“ erstellt und alles selbst gemacht: tolles Drehbuch, gute Kamera und Ton und unterhaltsames Schauspiel. „Das war nämlich so..“ ist quasi eine Art Rätsel oder auch die Frage an die Lehrerin: sind das nun kleine Teufelchen oder Engel, die da in meinem Unterricht sitzen? Alle spielen die eine und die andere Rolle und führen die Lehrerin und uns Zuschauende ein bisschen an der Nase herum. Am Ende stellt sich heraus: Es lag wohl wirklich nur daran, dass die Lehrerin eine Brille braucht. Oder?


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Das war nämlich so ...

2016 | Klasse 2g der Grundschule an der Ostpreußenstraße | 5 Min | Spielfilm

Frau Einstein versteht die Welt nicht mehr: Kaum ist sie einen Tag auf Fortbildung, schon sollen sich die Kinder ihrer Klasse wie kleine Teufelchen...

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Besondere Anerkennung

Verzaubert
Jasper Bühler


Mit „Verzaubert“ gelingt Jasper Bühler ein mutiger Kurzfilm über den Schüler Levi, dem seine Homosexualität bewusst wird, als er sich zum ersten Mal in einen Mitschüler verliebt. Levi traut sich nicht mit seiner besten Freundin Kathy darüber zu sprechen und nutzt stattdessen Kathys übersinnliche Fähigkeiten, in die Vergangenheit sehen zu können. „Verzaubert“ ist ein interessanter Genre-Mix aus Fantasy und Coming-Of-Age-Film, der es schafft, die wichtige Thematik mit erfrischender Leichtigkeit zu erzählen. Durch aufwändig produzierte Flugaufnahmen, animiertem Vorspann, sowie selbstgeschriebenem Soundtrack, gewinnt der Film an Qualität, bleibt kurzweilig und macht Spaß. Gut gefallen hat uns außerdem die Inszenierung der Flashbacks, die durch die subjektive Sicht der Gegenstände in Schwarz- Weiß wirkungsvoll umgesetzt wurden. Die Energie und Liebe, die Jasper Bühler und sein Team in das Projekt gesteckt haben, sind deutlich zu spüren. Wir hoffen ihr macht weiter so und freuen uns auf noch viele magische Filme von euch.

 


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Verzaubert

2016 | Jasper Bühler | 9 Min | Spielfilm

Levi ist verliebt in seinen Freund Rob. Am liebsten würde er seiner besten Freundin Kathy davon erzählen, traut sich aber nicht, es ihr zu sagen. Also...

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Besondere Anerkennung

Ein gutes Zeichen
Swen Lasse

Zwei junge Frauen sind der Natur völlig entfremdet und entglitten, bis eine von ihnen zum Herbstanfang in einen Winterschlaf fällt. Konsumblödheit und Naturverbundenheit sind die großen Themen dieses Experimentalfilms von Swen Lasse - wobei man sich da nicht so sicher sein kann. Denn der Film ist vor allem absurd und geht gegen alle Konventionen, wird dabei aber eindringlich und witzig. Die Jury lobt ein mutiges Werk, das sich selbst nicht ernst nimmt, aber mit zwei reifen Darstellerinnen und einem literarischen Text aufwartet, die man sich ernsthaft merkt.

 


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Ein Gutes Zeichen

2016 | Swen Lasse | 10 Min | Spielfilm

Es ist der 1. Februar 1981. Die Nationalmannschaften von Australien und Neuseeland stehen einander im Finale der World Cup Series im One Day Cricket...

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