Preisträger 2015





Oberbayerischer Jugendfilmpreis für "Xaver sitzt" von der Oberlandrealschule Holzkirchen.



Die Begründung der Jury: Xaver ist ein tapferer Träumer. Eigentlich möchte er ein Nichts sein, aber keiner gönnt es ihm: Lehrer, Mitschüler und sogar die von ihm verehrte Anna lassen die perfekte Leere in seinem Kopf nicht zu. Also, Kopfhörer auf und durch. Erst als er seiner Phantasie und Beobachtungs­gabe freien Lauf lassen darf, wird der Junge zum Helden. Der Film „Xaver sitzt“ hat Tempo, Witz und eine Geschichte, die berührt. Die Schauspieler – Kinder und Erwachsene – bewegen sich mit Leichtigkeit und angemessener Verrücktheit durch ihre Rollen, das Drehbuch drängt die Handlung nach vorne. Kamera, Ton und Schnitt spielen punktgenau mit. „Xaver sitzt“ – fast schon großes Kino. 

Herzlichen Glückwunsch an die Oberlandrealschule Holzkirchen!




Oberbayerischer Jugendfilmpreis 2015 für "Irgendwann" von L. Nelles, C. & L. Hall, J. Posset, S. Staude & C. Kreusch



Die Jurybegründung für "Irgendwann": Bereits in ihrem ersten Film „Irgendwann“ gelingt es Lara Nelles auf beindruckende Weise, dem Zuschauer die Gefühlswelt ihrer Protagonistin mit filmischen Mitteln nahezubringen.

Authentische Szenen und eine ansprechende Bildsprache zeichnen den Film ebenso aus wie der gute Schnitt und die stimmige Musikauswahl. Die Rollen sind bis hin zu den kleinsten Nebenrollen herausragend besetzt.

In dem kurzen Film lässt sich lebensnah die Entwicklung einer jungen Frau beobachten, die ihren eigenen Weg findet – den Weg, den ihr Herz ihr vorgibt.

Herzlichen Glückwunsch!




Oberbayerischer Jugendfilmpreis für "The Chain-Rule" von Florian Hofmann.



Die Begründung der Jury: „The Chain-Rule“ ist ein Animationsfilm, der berührt. Mit Liebe zum Detail. Mit einer Geschichte, die einem noch lange durch den Kopf geht. Mit Figuren, die, gebadet in Melancholie, dem Zuschauer keine andere Wahl lassen, als diese zu fühlen. Mit einer Ananas und einem Pinguin. Einem Pinguin, den man sich am liebsten als Kuscheltier mit nach Hause nehmen würde. „The Chain-Rule“ berührt und ist deshalb ein verdienter Preisträger. Herzlichen Glückwunsch!




Oberbayerischer Jugendfilmpreis für "Das Mühldorfer Hart - zu unbedeutend zum Erinnern?" vom Jugendbüro Burghausen.



Der Film „Das Mühldorfer Hart“ schildert uns das ehemalige KZ-Außenlager als ein monumentales Grauen, das zur Wahrung der Erinnerung eine Gedenkstätte werden soll. Wir lernen die Personen kennen, die für diese Sache leidenschaftlich kämpfen. Wir erkennen die Schwierigkeiten, die ihnen auf dem mühsamen Weg durch die Behörden in den Weg gelegt werden. Und wir erleben die berührende Begegnung mit einem Zeitzeugen, einem ehemaligen KZ-Insassen, die uns mahnen sollte. Der Film lebt aber auch von einer akribischen Recherche und überzeugt durch das Dranbleiben der Filmemacher an dem Thema. Wir lernen, zu verstehen. „Das Mühldorfer Hart“ kann einen nicht kalt lassen, gerade in einer Zeit, in der Kriege und die damit verbundene Gewalt gegen Menschen so sehr unsere Nachrichten bestimmen.

Herzlichen Glückwunsch an das Jugendbüro Burghausen!




Oberbayerischer Jugendfilmpreis für "M'66" von Stöckrproduction.



Die Jurybegründung für "M'66": In großen und stimmigen Bildern erzählt uns M´66 eine Geschichte über moderne Technik, die die Grundfeste der menschlichen Ethik berührt. Ein sehr ambitioniertes Filmprojekt mit einer Protagonistin, die zuerst die Klontechnik ablehnt und sich schlussendlich in den eigenen Klon verliebt. Die mutige Themenwahl hat sich gelohnt. Herzlichen Glückwunsch!

 

 




Oberbayerischer Jugendfilmpreis zum Sonderthema "Anders ist nicht giftig" für "Zwei Leben" von Freidenker Filmproduktion.



Die Begründung der Jury „Zwei Leben“ berührt und ist ein Plädoyer für die Menschlichkeit. Ein Film, der keine einfachen Lösungen vorgaukelt, aber dennoch Ansätze zur Lösung bietet. „Die Gedanken sind frei…“ – dies sollte für jeden Menschen in jedem Alter gelten.

Die sehr authentische Besetzung besticht in allen Rollen. Hoch verdient geht der Sonderpreis zum Thema „Anders ist nicht giftig“ an Alexander Löwen und das gesamte Team von „Zwei Leben“. Herzlichen Glückwunsch!




Publikumspreis 2015

 

Der Publikumspreis 2015 geht an PAPA von Julian Becker. Mit seinem First Person Thriller in dem nichts ist wie es scheint, hat er das Publikum überzeugt.

Herzlichen Glückwunsch!





Besondere Anerkennung

 

 Spontan entschloss sich die Jury zwei "Besondere Anerkennungen" zu vergeben.

 

 


Besondere Anerkennung für "Ma Vie Française" von StarSeeFilms.



Mit „Willst du mein Star sein?“ endet ein Film, der den Zuschauer charmant und durchdacht in eine andere Zeit, ein anderes Land, entführt. Deshalb möchten wir „Ma vie francaise“ eine besondere Anerkennung zukommen lassen. Dafür, dass sie den Starnberger See zu einem Stück Paris gemacht haben. Für die liebevollen Einzelheiten wie Türschilder, Zeitungen und Kleidung. Eine besondere Anerkennung für die Idee von „Ma vie francaise“ und die schauspielerische Leistung, durch die dieser Film getragen wird.




Besondere Anerkennung für "Allein Allein..." von Anjar Alt- Neuöttinger Jugendarbeit.



Die Anjar – Filmgruppe hat einen berührenden Film geschaffen, der das Thema Mobbing am Beispiel einer wahren Begebenheit auf erschütternde Weise aufgreift.

Die junge Hauptdarstellerin verkörpert ihre Rolle dabei so authentisch, dass der Zuschauer unmittelbar in die Geschichte hineingezogen wird.

Mit einfachen filmischen Mitteln wird eine dichte Atmosphäre geschaffen, deren emotionaler Kraft man sich kaum entziehen kann. Besonders das ergreifende Ende regt zum Nachdenken an.