Preisträger 2019

Bester Trickfilm

 

„Das Zeug zum Helden“ von Jannik Brondke

Jurybegründung

In seiner ersten Produktion ist Jannik Brondke ein toller Film gelungen. Nicht nur, weil im Detail die Werbeartikel der Jufinale immer wieder im richtigen Licht eingeblendet wurden, sondern weil das Thema super gewählt ist und überzeugt.

Jeder hat das Zeug zum Helden, auch ohne Superkräfte und Umhang! In schönen Bildern und klaren Darstellungen wird diese Message wunderbar umgesetzt.

Diese Leistung wird mit der Auszeichnung „Bester Trickfilm“ belohnt.

 

Beste Dokumentation

 

„Wer sind wir?“ von Mirjam Stumpf

Jurybegründung

Dokumentationen gelten ja gemeinhin als schwierig: ihnen wird nachgesagt, sie seien langwierig und -weilig, sie würden manipulieren oder haben lebensferne Welten zum Thema. 

Anders bei „Wer sind wir?“ Im wahrsten Sinne dürfen wir hinter die Kulissen eines nicht alltäglichen Theaterstücks blicken, nehmen Anteil an den Geschichten der Darsteller, schauen ihnen bei den Proben über die Schulter. Behutsam dabei der Blick der Regisseurin, die ihre Kamera dezent, aber richtig platziert.

Der Ton: Einsprecher und Off-Kommentare an der richtigen Stelle; die Musik geschickt gewählt und klug eingesetzt. Über allem die Frage aus dem Filmtitel: „Wer sind wir?“, die uns als Zuschauer mit einschließt: wieviel unterscheidet einen deutschen Menschen von einem Syrer oder eine Irakerin - außer dem Zufall, dass wir hier in eine sogenannte erste Welt hineingeboren wurden?

So sollten Dokumentationen sein: Einblicke geben, zum Nachdenken anregen und dabei dem Zuschauer die Antwort selbst überlassen. Diesem Film gelingt all das.
Den Preis für den besten Dokumentarfilm vergibt die Jury daher an Mirjam Stumpf.

 

Sonderpreis Digitalisierung

 

„Die Zukunft“ vom Jugendtreff Münchberg, Gleis 2 Schwarzenbach, Keck Stammbach, Pur Helmbrechts

Jurybegründung

Mit ihrem Stoptrickfilm ‚Die Zukunft‘ wagte sich die Münchberger Gruppe aus dem Jugendtreff Münchberg, dem „Pur“ in Helmbrechts, dem „Gleis 2“ in Schwarzenbach und dem „Keck“ in Stammbach, sowohl im Genre als auch im Thema, in anspruchsvolles Terrain. Mit viel Liebe zum Detail, sowohl auditiv als auch visuell, erschaffen sie einen Ausblick auf die Welt im Jahr 3470, in der das friedliche Zusammenleben von Menschen und Maschinen in Gefahr gerät. Damit greift die Gruppe ein Thema auf, mit dem sich die Menschheit wohl schon heute anfangen muss, sich damit auseinanderzusetzen. Jüngste wissenschaftliche Entwicklungen von KI und Robotik legen dies zumindest nahe.

Die Jury lobt besonders den Mut der Gruppe, sich mit einem Thema der Digitalisierung zu beschäftigen und betont die große kreative Leistung, welche nötig war, um die von ihnen im Stop-trick erschaffene Welt, zum Leben erwachen zu lassen.

Den Sonderpreis zu Thema Digitalisierung erhält der Film „Die Zukunft“ des Jugendtreff Münchberg, dem dem „Pur“ in Helmbrechts, dem „Gleis 2“ in Schwarzenbach und dem „Keck“ in Stammbach; Herzlichen Glückwunsch!

 

Sonderpreis Demokratie

 

„Wir lieben Weidenberg“ von der SOR-AG der Mittelschule Weidenberg

Jurybegründung

Mit „Wir lieben Weidenberg“ hat die Weidenberger Grund- und Mittelschule ein Musikvideo gedreht, mit dem sie zeigt, wie wichtig demokratisches Engagement und wie stolz die gesamte Schule auf ihren Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist.

Sowohl Text und Musik aber vor allem auch das dazugehörige Video machen auf humorvolle und kreative Weise deutlich, dass Unterschiede Menschen genauso zusammenbringen können, wie Gemeinsamkeiten, und das hat in unseren Augen den Sonderpreis Demokratie mehr als verdient.

 

Bester Film (13-16 Jahre)

 

„Nicht berühren“ vom Stadtjugend Münchberg e.V.

Jurybegründung

 

Ein guter Film braucht einige Zutaten: schauspielerische Leistung, eine spannend erzählte Geschichte und natürlich viel Liebe zum Detail. Mit „Nicht berühren“ hat die Stadtjugend Münchberg einen solchen Film gedreht, mit einfachen Mitteln, die jedem zur Verfügung stehen.

 

Aber was noch viel wichtiger ist: der Film macht Spaß. Es hat dem Team Spaß gemacht den Film zu drehen und das sieht man in jeder Sekunde und genau das hat uns angesteckt und begeistert.

 

Und genau aus diesem Grund, weil er alle Zutaten für einen guten Film hat und auch noch richtig viel Spaß macht, genau deswegen ist „Nicht berühren“ nicht nur ein guter Film, sondern einer der besten Filme in diesem Jahr.

 

 

Bester Film (17-21 Jahre)

 

„Roadworthy – Niklas fährt an!“ von Blondie Brownie Films

Jurybegründung

Was zunächst wie die Coburger Variante des „Bergdoktors“ anmutet,  entpuppt sich rasch als heiteres Roadmovie, dessen Charme vor allem von den unterschiedlichen und teilweise skurrilen Charakteren der Fahrgäste lebt.  Auf engem Raum prallen Welten auf einander, Konflikte sind unvermeidbar. Somit skizziert der Film auch aktuelle Themen aus der Realität von jungen Menschen wie z.B. „Ökologie und Ernährung“ oder „Unglückliche Liebe“. Dabei verliert sich „Roadwothy“ nie in Problemen,  sondern nimmt den Zuschauer auf eine unterhaltsame Reise mit, die so manche witzige Überraschung bereithält.

Die Jury lobt besonders  den Mut der Gruppe, dass diese sich komplett selbstständig an das schwierige Genre „Komödie“  herantraut, dabei die Lebenswelt von Jugendlichen aufgreift und diese mit gut gezeichneten Charakteren „herrlich unpädagogisch“ in Szene setzt.

„Roadwothy“  wird als bester  Film in der Alterskategorie 17-21 Jahre ausgezeichnet.

 

Bester Film (22-26 Jahre)

 

„Animalcula“ von der Animalcula-Crew

Jurybegründung

In ihrem Film Animalcula nimmt uns das Filmteam um Imanuel Thiele mit in eine Welt, die von Kampf und Gewalt geprägt ist. In ästhetischen Bildern zeigen sie einen fortwährenden Konflikt gesichtsloser Individuen, welche auf die gegenseitige Vernichtung aus sind. Die gut exekutierten Kampfchoreografien tragen den Zuschauer durch diesen recht kurzweiligen Film, welcher es schafft dieses Thema von Konflikt und Gewalt, auf eine Metaebene zu heben: die unerbittlichen Kämpfe der Natur finden sich im Großen (Kampf von Kulturen und Welten), wie im Kleinen (dem inneren einer Zelle).

Die Jury lobt besonders den Mut der Gruppe sich mit dem anspruchsvollen Genre ‚Action‘ auseinanderzusetzen, welches viel Planung und eine gut durchdachte Auflösung erfordert. Darüber hinaus hebt die Jury den ‚look and feel‘  des Projekts positiv hervor und stellt heraus dass der Film bis zum Ende überraschend bleibt.

Den Preis für den besten Film in der Altersklasse 22-26 Jahre erhält „Animalcula“ der Studenten der Filmschule Bayreuth, um Imanuel Thiele; Herzlichen Glückwunsch

 

 

Publikumspreis

 

„Jetzt hört doch mal auf“ von der Mittelschule am Moos