Unterfränkischer Wettbewerb

Ein binationaler Wettbewerb - 2017 das letzte Mal

Seit 1988 gibt es jetzt schon die unterfränkische JuFinale. Seit1992 ist sie binational. Das heißt der Wettbewerb findet mit unseren französischen Film-Freunden im Calvados in Frankreich statt. Aus zwei Wettbewerben wurde einer - mit viel Gewinn für die Teilnehmer. Denn neben der Filmarbeit lernt man auch noch Land und Leute kennen. Die öffentliche Aufführung und Workshops finden nämlich im jährlichen Wechsel in Frankreich und in Deutschland statt und die JuFinale dauert deshalb auch mal locker 5 Tage. 

 

2017 endet dieses binationale Projekt allerdings im Bereich der Filmarbeit aus verschiedensten Gründen. Die Partnerschaftsarbeit und die JUFINALE werden in neuen Formaten weitergehen. Aber 2017 werden wir gemeinsam mit unseren Freunden die 25 Jahre gemeinsamer Filmfestivals feiern und uns wieder an den tollen Filmen junger Menschen freuen. Also kein Grund traurig zu sein, sondern mitzufeiern und stolz zu sein auf so ein langlebiges Projekt, was sicherlich ein Beitrag für die gelebte europäische Idee ist.

Vom 01. - 04.11.2017 werden wir unsere französischen Gäste in Aschaffenburg begrüßen dürfen. Am 02. und 03.11 sind die Wettbewerbsbeiträge auf der Leinwand im Kino Casino zu sehen.

 

Hier könnt ihr Euren Film anmelden und einreichen oder die Wettbewerbsbedingungen für die unterfränkische JuFinale einsehen.


Bayernweiter Wettbewerb

Alle zwei Jahre findet die bayernweite JuFinale, ein Kooperationsprojekt von Bayerischem Jugendring (BJR) und JFF (Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, München) statt. Immer in einer anderen Stadt, in einem neuen Rahmen, neuen und abseitigen Filmtrends, Themenvielfalt und der Experimentierfreude der jungen Filmschaffenden - aber immer mit derselben, mitreißenden Leidenschaft und Begeisterung.

Bevor sich ganz Bayern bei der großen JuFinale trifft - und während der zwei Jahre, die zwischen zwei bayerischen Festivals liegen - geht es für die junge Filmszene in Bayern darum bei den Bezirksfestivals ihre Filme einzureichen und damit auf die bayernweite JuFinale zu laufen. In allen sieben bayerischen Regierungsbezirken und in München werden die regionalen JuFinalen, oder NominierungsJuFinalen ausgetragen; und dazu gehören auch trotz anderem Namen, das Münchner Filmfest flimmern & rauschen und das Mittelfränkische Jugendfilmfestival JuFiFe. Jedes Bezirksfestival wählt drei bis fünf Preisträger aus, die an das bayernweite Festival weitergereicht werden. Die regionalen JuFinalen finden zum Teil jährlich (München, Mittelfranken und Unterfranken), sonst im Zweijahreszyklus (Niederbayern, Oberbayern, Oberpfalz, Oberfranken, Schwaben), zeitlich versetzt zu der bayernweiten JuFinale, statt.

Was steckt dahinter?

Die JuFinalen finden an diversen und stets wechselnden Austragungsorten statt. So sehen die jungen Filmerinnen und Filmer und ihre Werke etwas von der Welt, vor allem aber kann so die junge Filmszene in den Regionen gefördert und die Vielfalt des jugendlichen Filmschaffens sichtbar gemacht werden. Denn kreative junge Menschen gibt es nicht nur in München und Nürnberg, sondern auch in Oberappersdorf, Hintertupfingen und Hof... Neben den Festivals wird das ganze Jahr über medienpädagoische Unterstützung in den Bezirken durch die Medienfachberatung und das JFF angeboten. Dadurch werden regionale Strukturen genutzt und durch den Wechsel der Austragungsorte neue Impulse in die Medienarbeit der Regionen gebracht. Im umfangreichen Rahmenprogramm der JuFinale bekommen die Nominierten und Besucher des Festivals zudem Unterstützung und Tipps von namhaften Profis der Filmbranche. Diese gestalten hierzu vielfältige Workshopangebote vor Ort und bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich filmästhetisch und filmtechnisch weiterzubilden.

Die JuFinale bietet eine Bühne für Konfrontation und Austausch zwischen den Filmemachern untereinander, aber auch mit dem Publikum. Damit wird nicht nur die Jugendkultur und die Filmszene in den Regionen gestärkt, sondern auch die thematische Auseinandersetzung mit relevanten Themen aus der Lebenswelt vorangetrieben. Die JuFinale öffnet einen Raum für Partizipation von Jugendlichen in der von Medien geprägten Welt.

 



Im Vorfeld der JUFINALE findet das bayerische Kinderfilmfestival KiFinale statt. Hier dürfen sich die Kleinsten Filmfans ausprobieren, die möglicherweise noch stolze JUFINALE-Gewinnerinnen und Gewinner werden wollen. Filme von Kindern für Kinder stehen hier auf dem Programm. In einem 90-minütigen Filmprogramm werden die circa 20 schönsten, spannendsten und witzigsten Filme ‚unter 1 Meter 50‘ aus ganz Bayern gezeigt. Als Beilage gibt es natürlich auch hier spannende, lustige und kreative Workshops mit Expertinnen und Experten aus der ‚erwachsenen‘ Filmbranche.

 

 www.kifinale.de

 

Medienkompetenz ist das Schlagwort - sie braucht, wer heute sinnvoll und selbstbestimmt mit Medien umgehen möchte. Kinder- und Jugendfilmarbeit bietet erprobte Konzepte zur Lösung dieser Aufgabe. Durch die Umsetzung eigener Filmideen lernen Kleine und Große fast ohne es zu merken, wie Medien funktionieren. Zudem wird durch die gemeinsame Arbeit am Filmprojekt die Entwicklung sozialer Kompetenzen angespornt. Schließlich hat jeder Mensch ein Interesse daran, ernst genommen zu werden, sucht den Austausch, aber auch den Vergleich mit anderen.

Während bei der KiFinale in erster Linie das gemeinsame Filmerleben im Zentrum steht und kein Filmpreis vergeben wird, ist der Wettbewerb und die Auseinandersetzung mit den Produktionen der anderen ein Element der JUFINALE. In den moderierten öffentlichen Filmprogrammen der bezirksweiten Festivals erhält jeder eingereichte Film eine größere Öffentlichkeit und jede Filmgruppe kann sich präsentieren, muss sich aber auch den kritischen Fragen des Publikums stellen. Beim landesweiten Abschlusswettbewerb schafft die Einbindung von Medienprofis und von Medien- und Politikprominenz die richtige Mischung aus Glamour und Workshop. Die Mitwirkung von Medienprofis als Juror/innen oder Workshopleiter/innen stellt ein hohes Niveau sicher. Üer 100 Jugendfilmgruppen erhielten allein bis 2010 den renommierten Jugendfilmpreis, zu dessen Stiftern unter anderem der Bayerische Ministerpräsident zählt.